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ETF

MSCI World – Was steckt dahinter?

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Informationen zum MSCI World.

Wenn Menschen anfangen, sich mit ETFs zu beschäftigen, fällt ein Name besonders häufig: MSCI World. Er gilt als einfach, breit gestreut und langfristig interessant. Aber was steckt eigentlich dahinter? Und vor allem: Wie „weltweit“ ist der MSCI World tatsächlich?

Was ist der MSCI World?

Zunächst eine wichtige Unterscheidung: Der MSCI World ist kein ETF, sondern ein Aktienindex. Er wurde 1986 aufgelegt und bildet große und mittelgroße Unternehmen aus 23 entwickelten Ländern ab. Aktuell umfasst der Index rund 1.300 Unternehmen und deckt damit etwa 85 % der frei handelbaren Marktkapitalisierung der jeweiligen Länder ab.

Ein ETF kann diesen Index nachbilden. Kauft man also beispielsweise einen ETF, der diesen Aktienindex abbildet, investiert man nicht in „den MSCI World“, sondern in einen Fonds, dessen Wertentwicklung sich möglichst eng an diesem Index orientiert.

Was steckt im MSCI World?

Der Name „World“ klingt nach einer gleichmäßigen Verteilung über die ganze Welt. Ganz so ist es nicht. Die Gewichtung erfolgt nach der Größe der Unternehmen an der Börse. Je größer ein Unternehmen, desto größer sein Anteil im Index.

Länder Anteil ungefähr
USA 72 %
Japan 5,7 %
Großbritannien 3,5 %
Kanada 3,6 %
Frankreich 2,4 %
Deutschland 2,2 %
übrige Länder ca. 11 %

Damit steckt aktuell rund drei Viertel des MSCI World in US-Unternehmen.

Auch bei den Unternehmen zeigt sich diese Konzentration. Zu den größten Positionen gehören NVIDIA, Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet und Broadcom. Die zehn größten Unternehmen machen inzwischen rund 27 % des Index aus.

Das bedeutet: Der MSCI World ist breit gestreut – aber nicht gleichmäßig verteilt.

Was bedeutet Diversifikation hier?

Diversifikation bedeutet zunächst, nicht alles auf ein Unternehmen oder eine Branche zu setzen.

Mit einem MSCI-World-ETF hältst du automatisch Anteile an mehr als 1.000 Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern und Branchen. Geht ein einzelnes Unternehmen pleite, ist das für das Gesamtportfolio deutlich weniger dramatisch, als wenn dein gesamtes Geld in dieser einen Aktie steckt.

Allerdings schützt Diversifikation nicht vor allgemeinen Börsenverlusten. Dieser ETF besteht zu 100 % aus Aktien.

Und auch die Branchenverteilung ist nicht völlig gleichmäßig. Informationstechnologie macht aktuell rund 28 % des Index aus, gefolgt von Finanzunternehmen, Industrie und Gesundheitswesen.

Was hat der MSCI World historisch gebracht?

Die Vergangenheit zeigt, warum der Index bei langfristigen Anlegern so beliebt ist.

In den vergangenen Jahren gab es beispielsweise:

  • 2019: +28,4 %
  • 2020: +16,5 %
  • 2021: +22,4 %
  • 2022: −17,7 %
  • 2023: +24,4 %
  • 2024: +19,2 %
  • 2025: +21,6 %

Die Zahlen zeigen gleichzeitig die Stärke und die Schwäche von Aktien: Langfristig konnten Anleger attraktive Renditen erzielen, zwischendurch waren aber auch deutliche Verluste möglich.

Der maximale historische Rückgang des MSCI World lag bei rund 58 % – während der Finanzkrise 2007 bis 2009.

Und wie geht es weiter?

Eine seriöse Prognose, wie sich der ETF in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren entwickeln wird, gibt es nicht.

Genau das ist ein wichtiger Punkt: Vergangene Renditen sind keine Garantie für zukünftige Gewinne. Der Index kann langfristig wachsen, muss es aber nicht jedes Jahr tun.

Seine Stärke liegt deshalb weniger darin, dass man die nächste Gewinneraktie kennt. Sie liegt darin, dass man sich an der Entwicklung vieler großer Unternehmen weltweit beteiligt und nicht selbst entscheiden muss, welches davon morgen erfolgreich sein wird.

Der MSCI World ist damit kein risikoloses Investment und auch nicht die komplette Weltwirtschaft. Aber er ist ein sehr breit gestreuter Zugang zu den Aktienmärkten der entwickelten Welt.

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